Streaming-Tipp: Jeroen van Veen – Arvo Pärt: Complete Piano Music

Beim niederländischen Klassik-Sender Radio 4 NL kann man derzeit die Brilliant-Classics-Veröffentlichung „Arvo Pärt: Für Anna Maria – Complete Piano Music“ von Jeroen van Veen vollständig im Streaming anhören. Das Angebot ist nur eine begrenzte Zeit abrufbar.

Einfach auf das Cover unten ↓ klicken und auf der sich öffnenden Seite mit der  Play-Taste ► den Player starten.

Jeroen van Veen - Arvo Pärt: Complete Piano Music

Die Doppel-CD Arvo Pärt: Für Anna Maria – Complete Piano Music von Jeroen van Veen ist am 1. November 2013 auf Brilliant Classics (9452) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

Jeroen van Veen – Arvo Pärt: Complete Piano Music

Arvo Pärt - By Woesinger [CC-BY-SA-2.0 (http://bit.ly/CC_BY_20)]Der estnische Komponist Arvo Pärt (*1935) gilt als einer der bedeutendsten lebenden Komponisten Neuer Musik. Nach frühen neoklassizistischen und seriellen Kompositionsphasen, legte er zwischen 1968 und 1976 eine lange schöpferische Pause ein. Als er 1976 dann das Klavierstück “Für Alina” veröffentlichte, hatte er eine eigene, sehr reduzierte Klangsprache entwickelt, die fortan für sein OEuvre prägend sein sollte. Er nannte sie “Tintinnabuli-Stil” abgeleitet vom lateinischen Wort für Glöckchenspiel (‚Tintinnabulum‘). Damit spielte er auf das “Klingeln” des Dreiklangs an, der eine zentrale Rolle in dieser Kompositionstechnik hat. Mit dem Stilwechsel kam der internationale Durchbruch: Heute gehört Pärt zu den weltweit populärsten Komponisten, der auch breite Hörerschichten für sich gewinnen konnte, die üblicherweise zeitgenössische Werke eher meiden. Seine schlichte, ungemein suggestive und introvertierte Musik erfüllt die elementare Sehnsucht nach Ruhe und Spiritualität in einer immer schneller und komplexer werdenden Zeit.
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Zwei interessante Podcasts bei WDR 3 zu Brilliant-Classics-Veröffentlichungen

WDR 3 (Logo)Es kommt gar nicht so häufig vor, dass sich deutsche Kulturradios gleich zweimal hintereinander mit Brilliant-Classics-Veröffentlichungen beschäftigen, aber genau das ist jetzt beim Kölner Sender WDR 3 geschehen: An zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurden in der Sendung „WDR 3 Tonart“ zwei (relativ) aktuelle Brilliant Classics CDs ausführlich vorgestellt.
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Jeroen van Veen – Ludovico Einaudi: Waves – The Piano Collection

Ludovico Einaudi, Dezember 2012 (CC BY-SA 3.0 - http://bit.ly/CCBYSA) Die Musik des italienischen Pianisten und Komponisten Ludovico Einaudi (*1955) gehört zu den bemerkenswertesten Phänomenen der Gegenwart. Seine betont simpel gehaltenen Kompositionen für Klavier sprechen eine breite Hörerschicht weit über die Grenzen der (sogenannten) klassischen Musik an. Während Puristen seinen populären Klängen äußerst skeptisch gegenüberstehen, feiern ihn andere als „Satie des 21. Jahrhunderts“. Einaudi trifft mit seinen zurückhaltenden Kompositionen den Zeitgeist: Sie sind ein Ausgleich gegen den Stress und die Hektik in einer immer schneller werdenden Welt. Auf die Komplexität des Alltags wirkt Einaudis Musik wie ein beruhigendes Gegenmittel.
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Demnächst bei Brilliant Classics: Jeroen van Veen spielt Ludovico Einaudi

Jeroen van Veen plays Ludovico Einaudi: Waves – The Piano CollectionEnde des Monats erscheint bei Brilliant Classics die 7-CD-Box „Waves: Jeroen van Veen plays Ludovico Einaudi“. Die Box ist ein umfangreicher Überblick über Einaudis Schaffen zwischen Minimal Music und dezenten postmodernen Pop-Einflüssen und deckt mit Kompositionen aus dem Zyklen „Le Onde“ (1996), „I Giorni“ (2001), „Eden Roc“ (2002), „Una Mattina“ (2004), „Divenire“ (2006), „Nightbook“ (2009) und „In a Time Lapse“ (2013) Einaudis vollständige Karriere ab. Die Interpretation durch einen anerkannten Spezialisten wie van Veen widerspricht dem Snobismus des konservativen Musik-Establishments, das in Einaudi nur eine vorübergehende Mode- Erscheinung der Popkultur sehen will. Van Veen hat sich in der Vergangenheit als herausragender Interpret der Musik von Philip Glass, Arvo Pärt und Simeon ten Holt hervorgetan.

Die 7-CD-Box wird im Rahmen eines Gewinnspiels auf der Facebook-Seite von Brilliant Classics Deutschland zu gewinnen sein.

Die 7-CD-Box Ludovico Einaudi: Waves – The Piano Collection von Jeroen van Veen erscheint am 29. November 2013 auf Brilliant Classics (9452) und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) vorbestellt werden.

Piano Ensemble (Irene Russo · Fred Oldenburg · Sandra & Jeroen van Veen): Simeon ten Holt – Canto Ostinato

Der niederländische Komponist Simeon ten Holt (*1923) ist hierzulande leider eher unbekannt, in seiner Heimat gehört er zu den populärsten zeitgenössischen Komponisten. Sein bekanntestes Werk, der Canto Ostinato (1979), besitzt dort geradezu Kult-Charakter und wurde sogar mit einer goldene Schallplatte ausgezeichnet, einer höchst seltenen Ehrung für eine Aufnahme mit Musik eines zeitgenössischen Komponisten. Simeon ten Holt hat im Laufe seiner künstlerischen Laufbahn mit dem Canto Ostinato erst relativ spät, nach verschiedenen Experimenten mit diversen avantgardistischen Musikrichtungen, zur Minimal Music gefunden, ist ihr aber seitdem treu geblieben. Seine folgenden Kompositionen blieben beim Prinzip des Canto, bei dem die Interpreten (oder der Interpret) maximale Gestaltungsfreiheit hat. So ist der Canto in verschiedene Kompositions-Partikel („Sektionen“) unterteilt, die man frei kombinieren, wiederholen oder weglassen kann. Bei jeder Aufführung kann so (theoretisch) eine neue, gleichberechtigte Variante des Canto Ostinato entstehen, die gleichzeitig unverkennbar und doch neu ist.

Was in der Beschreibung überaus technisch klingt, ist in der Umsetzung alles andere als abstrakte Musik, die sich nur ein ein spezielles Publikum wendet, im Gegenteil: Simeon ten Holts Canto Ostinato spricht auch einer Hörerschaft an, das sich üblicherweise nicht mit ‚klassischer Musik‘ beschäftigt. So sollten Fans des frühen Mike Oldfield (Tubular Bells, Hergest Ridge) oder Keith Jarretts Imrprovisationsjazz à la The Köln Concert unbedingt einmal in den Canto hineinhören.
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