Volle Punktzahl für „Alfredo Casella: Complete Piano Music“ im Musikblog »The Listener«

Michele d'Ambrosio - Alfredo Casella: Complete Piano MusicDie im höchsten Maße eklektizistische Musik von Alfredo Casella (1883-1947) vereint auf den ersten Blick widersprüchliche Einflüsse – Rückgriffe auf barocke Formen, Neoklassizismus, Spätromantik, Zwölftonmusik und Polytonalität – zu einer modernen, bemerkenswert italienischen Musik. Speziell Casellas Klaviermusik reflektiert den Rückgriff auf die von ihm als „italienische Tugenden“ definierten Charakteristika: Pracht, Strenge, Kürze, Einfachheit, innere Balance, Lebendigkeit und die unermüdliche Suche nach Neuem.
Weiterlesen

Jeroen van Veen (u. a.) – Jacob Ter Veldhuis: Complete Solo Piano Music · Views from a Dutch Train · Piano Concerto No. 2 ‘Sky Falling’

Der hierzulande wenig bekannte niederländische Komponist Jacob Ter Veldhuis (*1951), Künstlername ‘Jacob TV’, bezeichnet seine bewusst tonal gehaltene Musik als “Avant-Pop”. Darin verarbeitet er Einflüsse der Minimal Music, der Neuen Musik und Elemente zeitgenössischer Popmusik zu einer sehr eigenen Klangsprache. Bei manchen Kompositionen verwendet er Audio-Schnipsel aus US-amerikanischer TV-Werbung oder Nachrichtensendungen, die dann gemeinsam mit Rhythmus und Musik zu Klangcollagen zusammengefügt werden.
Weiterlesen

Piano Classics: Neuheiten im Juli 2014

Am 18. Juli 2014 erscheint in Deutschland, Österreich und der Schweiz folgender Titel im Piano Classics-Programm:

Klára Würtz – Franz Schubert: Piano Sonatas D960 & 664 Franz Schubert: Piano Sonatas D960 & 664
Klára Würtz
Epoche: Romantik | Klaviermusik
Katalognr.: PCL0070 (CD)
amazon.de | → jpc.de
EAN : 5060385450055

Die vorliegende CD spiegelt mit den Klaviersonaten No. 13 in A-Dur D 664 (von 1819) und No. 21 in B-Dur D 960 (1828) den Dualismus in der Musik von von Franz Schubert (1797-1828) wider: Auf der einen Seite heitere, jugendliche Lebensfreude, auf der anderen Seite die völlige Hoffnungslosigkeit eines einsamen Mannes. Klára Würtz beschäftigt sich schon seit vielen Jahren intensiv mit Schuberts Klavierwerken. Ihr warmes, sangliches und strukturiertes Spiel macht sie zu einer idealen Interpretin. Würtz CD mit Schuberts Impromptus (PCL 0013) wurde zuletzt vom Fanfare Magazine auf eine Stufe mit den Aufnahmen bekannter Experten wie Brendel, Perahia und Uchida gestellt.

Zlata Chochieva – Frédéric Chopin: Études (Complete)

Frédéric Chopin, by Louis-Auguste Bisson, very old and poor copy, completely restored and remastered by Amano1 CC-BY-SA-3.0 (http://bit.ly/CCBYSA)Frédéric Chopin (1810-1849) gilt heute vielen als Synonym für den romantischen Künstler schlechthin: Seine Musik, sein dramatisches Leben (und Lieben), alles, was wir heute (im Klischee) mit der Romantik verbinden, scheint in Chopins Figur aufzugehen – oder zumindest in den Legenden, die um sein Leben ranken. Er selbst hätte sich sicher nicht als etwas radikal Neues definiert. Seine Musik weißt, bei aller Romantik, etwas von einer Formenstrenge der Klassik (und darüber hinaus) auf: Anders als andere Komponisten verzichtete Chopin auf blumige Namen und Gattungsneuschöpfungen. Er führte weiter, was andere vor ihm bereits geschrieben haben: Sonaten, Tänze, Scherzi, Nocturnes, Balladen. Stets griff Chopin eine bestehende Form auf und deutete sie neu, erweiterte sie, erneuerte sie. Seine bedeutenden Zyklen, die 24 Préludes op. 28 und die Études opp. 10 und 25, nehmen Bezug auf historische Vorlagen: die Präludien Bachs, vor allem jenen des Wohltemperierten Klaviers ebenso wie die Lehrwerke (=Etüden) der Klassik, etwa die „Gradus ad parnassum“-Sammlung von Clementi. Chopin war ein Meister darin, spielerisch anspruchsvollste Literatur in eine dem Hörer angenehme Form zu bringen.
Weiterlesen

Piano Classics: Neuheiten im Mai 2014

Piano Classics (Logo)Am 16. Mai 2014 erscheinen in Deutschland, Österreich und der Schweiz folgende Titel im Piano Classics-Programm:

Frédéric Chopin: Études (Complete)
Zlata Chochieva
Epoche: Romantik | Klaviermusik
Katalognr.: PCL0068 (CD)
amazon.de | → jpc.de
EAN : 5060385450031

Zlata Chochieva – Frédéric Chopin: Études (Complete)Die Etüden von Frédéric Chopin (1810-1849) sind eine doppelte Herausforderung: Sowohl die Studien des ersten Zyklus Opus 10 (der zwischen 1829 und 1832 entstand) als auch die des zweiten Zyklus Opus 25 (1833-1837) entfalten ihre vollständige Strahlkraft erst, wenn es gelingt, die pianistischen Herausforderungen federleicht und quasi nebensächlich wirken zu lassen. Zlata Chochieva verfügt über beides, eine exzellente Technik und außergewöhnliche interpretatorische Fähigkeiten. Sie gestaltet auf der vorliegenden CD Chopins Etüden weniger als technische Parforcejagd denn als eine Reihe kleiner, zeitloser Meisterwerke voller Poesie, Farben und authentischer Emotionen.

Earl Wild: The Complete Transcriptions and Original Piano Works, Vol. 1
Giovanni Doria Miglietta
Epoche: Moderne | Klaviermusik
Katalognr.: PCLD0069 (CD)
amazon.de | → jpc.de
EAN: 5060385450048

Giovanni Doria Miglietta – Earl Wild: The Complete Transcriptions and Original Piano Works, Vol. 1Zu den herausragendsten Fähigkeiten des US-amerikanischen Komponisten, Dirigenten und Pianisten Earl Wild (1915-2010) gehörte ohne jeden Zweifel seine Improvisierkunst: Auf seinen Konzerten ließ er gerne seiner spontanen Kreativität freien Lauf. Glücklicherweise schrieb er seine besten Einfälle später nieder, so dass ein Œuvre an Fantasien, Transkriptionen und Paraphrasen der Nachwelt erhalten blieb. Die vorliegende CD des jungen, talentierten Pianisten Giovanni Doria Miglietta ist der Auftakt einer Reihe, in der sämtliche Werke Wilds aufgenommen werden sollen: Spielfreude, Glamour, Poesie und Leidenschaft – in den Klavierbearbeitungen Earl Wilds steckt die ganze Bandbreite seiner charismatischen Persönlichkeit.

Jeroen van Veen – Jeroen van Veen: Piano Music

Jeroen van Veen – Photo © Janey van IerlandJeroen van Veen ist nicht nur einer der profiliertesten Minimal-Music-Pianisten der Gegenwart, mit seinen ersten beiden Büchern der „Minimal Préludes“ (1999–2003), die er im Rahmen der „Minimal Piano Collection: Volumes I-IX“ (2007, Brilliant Classics 8551) veröffentlichte, lancierte er eine vielversprechende Karriere als Komponist. Und Jeroen van Veen, der nimmermüde Botschafter in Sachen Minimal Music, der mittlerweile über 100 CDs aufgenommen hat (darunter Meilensteine wie Aufnahmen der Werke von Philip Glass, Simeon ten Holt, Arvo Pärt und Ludovico Einaudi), war in der Zwischenzeit als Komponist nicht untätig …
Weiterlesen

Piano Classics: Neuheiten im April 2014

Piano Classics (Logo)Am 25. April 2014 erscheinen in Deutschland, Österreich und der Schweiz folgende Titel im Piano Classics-Programm:

Claude Debussy: Preludes, Book I & II
Hiroko Sasaki, Klavier (Pleyel 1873)
Katalognr.: PCL0064 (CD)
amazon.de | → jpc.de
EAN : 5065001863837

Hiroko Sasaki – Claude Debussy: Preludes, Book I & II (Piano Classics)

Die in New York lebende japanische Pianistin Hiroko Sasaki suchte für ihre Interpretation der Préludes von Claude Debussy (1862–1918) ein geeignetes Instrument, das den Anforderungen des Komponisten genügt (so soll z. B. ein Pianissimo gespielt werden ›wie auf einem hammerlosen Klavier‹) und gleichzeitig zu ihrem brillanten Spiel passt. In einem 1873 erbauten Pleyel fand sie das ideale Instrument, das ihren Ansprüchen genügte: Die bekannte Musik Debussys klingt im silbrigen Timbre des Pleyel aufregend neuartig. Dazu erweist sich Hiroko Sasaki als sinnliche Debussy-Interpretin, die den Préludes einen geheimnisvollen, geradezu suggestiven Charakter verleiht.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Lieder ohne Worte (Songs without Words) Complete
Balázs Szokolay, Klavier
Katalognr.: PCLD0067 (2CD)
amazon.de | → jpc.de
EAN: 5060385450024

Balázs Szokolay – Felix Mendelssohn Bartholdy: Lieder ohne WorteDer ungarische Pianist Balázs Szokolay, Gewinner von nicht weniger als 14 internationalen Musikpreisen (u. a. beim Nachwuchs-Wettbewerb im tschechischen Usti-nad-Labem 1973 und beim Zwickauer Schumann-Wettbewerb 1981), hat für die vorliegende Doppel-CD sämtliche „Lieder ohne Worte“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) aufgenommen. Szokolay spielt die vermeintlich leichten Stücke technisch souverän, mit einem flüssigen, angenehm unsentimentalen Ansatz. In seinen Interpretationen offenbart er so eine überraschende Bandbreite an emotionalen Nuancen, die von unschuldiger Schönheit zu unheimlicher Düsternis, von gutmütigem Frohsinn zu energiegeladener Raserei reichen

Hiroko Sasaki – Claude Debussy: Preludes, Book I & II (Piano Classics)

Claude Debussy - Quelle: Gaspard-Félix Tournachon [Public domain], via Wikimedia CommonsClaude Debussy (1862–1918) komponierte die beiden Bücher der „Préludes pour piano“ zwischen 1909 und 1913. Sie stehen in der Tradition ähnlich angelegter Präludien-Zyklen von Bach („Das Wohltemperierte Klavier“) und Chopin („24 Préludes“). Anders als die Vorläufer folgen sie allerdings keinem strengen Tonarten-Muster. Die einzelnen Präludien sind mit (mehr oder minder) suggestiven Titeln, etwas „La cathédrale engloutie“ oder „Les fées sont d’exquises danseuses“ versehen und gehören seit ihrer Veröffentlichung zum Standard-Repertoire vieler Pianisten.
Weiterlesen

Matteo Fossi & Marco Gaggini – Béla Bartók: Complete Works for Two Pianos

Béla BartókBéla Bartók (1881–1945) war nicht nur der vermutlich wichtigste ungarische Komponist des 20. Jahrhunderts, auch gab er durch sein intensives Studium der Volksmusiken der verschiedenen Völker seiner Heimat der modernen Musikwissenschaft neue, ‚ethnologische‘ Impulse. So prägte er methodisch und musikalisch folgende Komponisten- Generationen weltweit. Darüber hinaus war Bartók zu Lebzeiten auch ein gefragter Pianist. Vor allem in seinen letzten, vom Exil geprägten Lebensjahren trat er mit seiner Ehefrau, der Pianistin Ditta Pásztory, regelmäßig als Duo auf.
Weiterlesen

Alexander Ivashkin & Andrew Zolinsky – Benjamin Britten: Complete Music for Solo Cello and Cello & Piano

Alexander Ivashkin, 1990 - Foto: Dmitrismirnov (eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://bit.ly/CCBYSA)]Am vergangenen Freitag (dem 31. Januar 2014) verstarb der russische Cellist Alexander Ivashkin in London an den Folgen seiner Krebserkrankung. Er wurde 65 Jahre alt. Ivashkin – einer der stillen Stars der Klassikwelt – gehörte zu den besten Cellisten seiner Generation und war auch als Dirigent, Festival-Leiter, Buchautor und Pädagoge erfolgreich tätig.

Zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten hat er uraufgeführt (etwa von Alfred Schnittke). Er hat eng mit hochkarätigen Komponisten wie John Cage, Krzysztof Penderecki, Sofia Gubaidulina, Arvo Pärt, Rodion Shchedrin, James MacMillan, Gabriel Prokofiev u. v. .m. zusammengearbeitet. Er galt als einer der wichtigsten Interpreten der russischen Musik des 20. Jahrhunderts, seine Aufnahme der Cellokonzerte Shostakovichs gehört zu den besten im Katalog (sie wurde erst kürzlich bei Brilliant Classics wiederveröffentlicht), dasselbe gilt für seine Prokofiev- und Schnittke-Aufnahmen. Seine zahlreichen CDs erschienen bei namhaften Plattenfirmen wie BMG, Chandos und Naxos. Eine seiner letzten Aufnahmen, eine Doppel-CD mit Brittens Musik für Solo-Cello und Cello mit Klavier, erschien erst vor einigen Wochen als Originalproduktion bei Brilliant Classics
Weiterlesen