Various Composers: Stabat Mater

Die Sixtinische Madonna von Raffael aus dem Jahr 1512/1513Die Marienverehrung im katholischen Europa rückte den Text des mittelalterlichen Gedichts „Stabat mater dolorosa“ nach und nach in den Mittelpunkt der Musik. Die Mutterliebe zu Gottes Sohn symbolisierte für die Gläubigen eine Verbindung zwischen dem Göttlichen und dem Irdischen. Seit der Renaissance vertonten zahlreichen Komponisten, zunächst in Italien und Spanien, bald schon aus ganz Europa, das Gedicht (dessen Autorschaft bis heute ungeklärt ist) über den Schmerz der Mutter Jesu um ihren gekreuzigten Sohn.

Neben der Totenmesse „Requiem“ ist das „Stabat mater“ bis heute der am häufigsten vertonte religiöse Text.
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Jeroen van Veen (u. a.) – Jacob Ter Veldhuis: Complete Solo Piano Music · Views from a Dutch Train · Piano Concerto No. 2 ‘Sky Falling’

Der hierzulande wenig bekannte niederländische Komponist Jacob Ter Veldhuis (*1951), Künstlername ‘Jacob TV’, bezeichnet seine bewusst tonal gehaltene Musik als “Avant-Pop”. Darin verarbeitet er Einflüsse der Minimal Music, der Neuen Musik und Elemente zeitgenössischer Popmusik zu einer sehr eigenen Klangsprache. Bei manchen Kompositionen verwendet er Audio-Schnipsel aus US-amerikanischer TV-Werbung oder Nachrichtensendungen, die dann gemeinsam mit Rhythmus und Musik zu Klangcollagen zusammengefügt werden.
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»Ludovico Einaudi: Waves« von Jeroen van Veen bei BR Klassik besprochen

Jeroen van Veen plays Ludovico Einaudi: Waves – The Piano Collection„Ludovico Einaudi: Waves – The Piano Collection“ von Jeroen van Veen ist ein umfangreicher und überraschend abwechslungsreicher Überblick über das Schaffen des populären Turiner Komponisten zwischen Minimal Music und dezenten postmodernen Pop-Einflüssen. Die Edition deckt auf randvollen sieben CDs Einaudis vollständiges Werk für Klavier ab.

„Waves“ wurde nun von Ursula Adamski-Störmer beim Kultursender BR Klassik vorgestellt:
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Jeroen van Veen – Arvo Pärt: Complete Piano Music

Arvo Pärt - By Woesinger [CC-BY-SA-2.0 (http://bit.ly/CC_BY_20)]Der estnische Komponist Arvo Pärt (*1935) gilt als einer der bedeutendsten lebenden Komponisten Neuer Musik. Nach frühen neoklassizistischen und seriellen Kompositionsphasen, legte er zwischen 1968 und 1976 eine lange schöpferische Pause ein. Als er 1976 dann das Klavierstück “Für Alina” veröffentlichte, hatte er eine eigene, sehr reduzierte Klangsprache entwickelt, die fortan für sein OEuvre prägend sein sollte. Er nannte sie “Tintinnabuli-Stil” abgeleitet vom lateinischen Wort für Glöckchenspiel (‚Tintinnabulum‘). Damit spielte er auf das “Klingeln” des Dreiklangs an, der eine zentrale Rolle in dieser Kompositionstechnik hat. Mit dem Stilwechsel kam der internationale Durchbruch: Heute gehört Pärt zu den weltweit populärsten Komponisten, der auch breite Hörerschichten für sich gewinnen konnte, die üblicherweise zeitgenössische Werke eher meiden. Seine schlichte, ungemein suggestive und introvertierte Musik erfüllt die elementare Sehnsucht nach Ruhe und Spiritualität in einer immer schneller und komplexer werdenden Zeit.
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Jeroen van Veen – Ludovico Einaudi: Waves – The Piano Collection

Ludovico Einaudi, Dezember 2012 (CC BY-SA 3.0 - http://bit.ly/CCBYSA) Die Musik des italienischen Pianisten und Komponisten Ludovico Einaudi (*1955) gehört zu den bemerkenswertesten Phänomenen der Gegenwart. Seine betont simpel gehaltenen Kompositionen für Klavier sprechen eine breite Hörerschicht weit über die Grenzen der (sogenannten) klassischen Musik an. Während Puristen seinen populären Klängen äußerst skeptisch gegenüberstehen, feiern ihn andere als „Satie des 21. Jahrhunderts“. Einaudi trifft mit seinen zurückhaltenden Kompositionen den Zeitgeist: Sie sind ein Ausgleich gegen den Stress und die Hektik in einer immer schneller werdenden Welt. Auf die Komplexität des Alltags wirkt Einaudis Musik wie ein beruhigendes Gegenmittel.
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„The Sirin Choir: Vladimir Martynov – Lamentations of Jeremiah“ im Musikblog »The Listener« besprochen

The Sirin Choir, Andrey Kotov - Vladimir Martynov: The Lamentations of JeremiahVladimir Martynov (*1946) gehört zu den führenden Komponisten der russischen Nachkriegs-Avantgarde. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wandte er sich verstärkt der geistlichen Musik zu, studierte Theologie, Geschichte und Philosophie und beschäftigte sich eingehend mit dem polyphonen Gesang der Renaissance und der russisch-orthodoxen Kirchenmusik-Tradition.

Seine “Klagelieder Jeremias” (Englisch: Lamentations of Jeremiah) entstanden 1992 und wurden vom Sirin Choir unter der Leitung von Andrey Kotov 1997 aufgenommen und nun bei Brilliant Classics wiederveröffentlicht.

Die CD wurde nun im unabhängigen Musikblog The Listener unseres unabhängigen Gast-Autoren Rainer Aschemeier vorgestellt.
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Fabio Mureddu · Davide Alogna · Giorgio Mirto · Duo Bonfanti · Quartetto Indaco · Le Cameriste Ambrosiane, Dario Garegnani – Giovanni Albini: Musica ciclica

Giovanni Albini (*1982), eine der interessantesten Figuren unter den jungen italienischen Komponisten, ist fasziniert von der Verknüpfung von Mathematik mit musikalischen Strukturen. In seiner (zumeist) tonalen, fest in der westlichen Tradition verwurzelten Musik experimentiert er mit den Möglichkeiten kleinste musikalische Partikel (eine Tonleiter, ein Akkord, ein Dreiklang) mittels der universellen Regeln der Mathematik zu umfangreichen Kompositionen zu entwickeln.
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Accademia Barocca Dorica · International Ensemble de Córdoba, Francesco Chirivi: Misterio — Music for an Uncertain Age: Clementi · Spontini · Berlioz · Puccini · Ciannella · Barbarossa · Sibelius

Freimaurerei (Zirkel und Winkel - Symbol der Freimaurer)Seitdem die Freimaurerei im 18. und 19. Jahrhundert immer mehr Verbreitung im aufgeklärten Europa fand, hat sie auf Künstler und insbesondere auf Musiker eine besondere Faszination ausgeübt. Der bekannteste Komponist, der den Freimaurern nahe stand, war gewiss Wolfgang Amadeus Mozart, der gleich mehrere Werke freimaurerischen Themen widmete (beispielsweise Die Zauberflöte, KV 620; die Maurerische Trauermusik, KV 477 und Eine kleine Freimaurer Kantate, KV 623) doch bereits davor und bis in die Gegenwart waren und sind die unterschiedlichsten Komponisten von den fünf Idealen der Freimaurer Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität fasziniert.
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