Passio – Musik zur Passions- & Osterzeit: Eine Spotify-Playlist zum Osterwochenende

Rechtzeitig zum heutigen Karfreitag: “Passio – Musik zur Passions- & Osterzeit”, eine Playlist auf Spotify mit Auszügen aus dem Brilliant-Classics-Katalog mit Werken von Allegri, J. S. Bach, Händel, Haydn, Martynov, Monteverdi, Pasquini, Pergolesi, Schütz, Tallis, Telemann und anderen.

Sandro Volta – Marco Dall’Aquila: Music for Lute

Wenig ist über den venezianischen Komponisten Marco Dall’Aquila (ca. 1480 – nach 1538) bekannt. Immerhin: In Briefen seiner Zeitgenossen wurde er als ausgezeichneter Lautenist und als Theoretiker gelobt: 1505 erschien seine Abhandlung “Tabullatura et rasone de metter ogni canto in liuto”, in der er eine Drucktechnik zum Übertragen jeglicher Kompositionen in Tabulatur (der damals üblichen Notation) für die Laute erklärt. Leider ist kein einziges Beispiel dieser (angeblich) revolutionären Drucktechnik erhalten …
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“Wilhelm Friedemann Bach: Sinfonias” im Musikblog »The Listener« besprochen

Kammerorchester C. P. E. Bach Berlin, Hartmut Haenchen – Wilhelm Friedemann Bach: SinfoniasDer eigenwillige Kompositionsstil des ältesten Bachsohnes Wilhelm Friedemann Bach (1710–1784) wurde ihm von seinen Zeitgenossen als ‘tic douloureux’ übelgenommen. In Wirklichkeit weisen seine gefühlsbetonten, empfindsamen Kompositionen visionär auf die aufkommende Klassik und sogar die Romantik hin. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann man, nicht zuletzt dank der Aufnahmen des Kammerorchester C. P. E. Bach unter Hartmut Haenchen den halb vergessenen Bachsohn wiederzuentdecken.

Bald wird eines jener richtungsweisenden Alben bei Brilliant Classics wiederveröffentlicht. Die CD mit Weltersteinspielungen einiger Sinfonien wurde bereits jetzt im unabhängigen Musikblog “The Listener” von Rainer Aschemeier vorgestellt.
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Brilliant Classics: Neuheiten im April 2014 (Zweiter Teil)

Brilliant Classics LogoJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Auch dieses Mal informiere ich in meinem Neuheiten-Artikel kurz über alle kommenden Neuheiten. Sämtliche in diesem Artikel vorgestellten Titel kommen in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 25. April 2014 in den Handel.

Eine Auswahl der hier vorgestellten Titel wird im Laufe der folgenden Wochen ausführlich im Blog vorgestellt werden.
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Zero Emission Baroque Orchestra, Carlo Centemeri – Tomaso Albinoni: Trattenimenti Armonici op. 6

Anders als die meisten Kollegen seiner Zeit begann der italienische Komponist Tomaso Albinoni (1671–1751) seine Karriere als ‘dilettante’ (zu Deutsch: Amateur). Tomaso AlbinoniIm Hauptberuf arbeitete er zunächst in der väterlichen Papierwaren- und Spielkartenmanufaktur (Spielkarten waren damals ein beliebter Gebrauchsgegenstand). Erst nach dem Tod des Vaters widmete er sich ganz der Musik. Das Unternehmen wurde zwischen den drei Söhnen aufgeteilt und ging bald darauf bankrott. Die Tomaso zustehenden Einkünfte aus dem Unternehmen fielen weg, doch glücklicherweise hatte er sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen guten Namen als Komponist von zahlreichen Opern, Kantaten und eleganter Instrumentalmusik gemacht.
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Veranstaltungstipps: Der Gitarrist Alberto Mesirca mit sechs Konzerten im April und Mai in Deutschland

Alberto MesircaDer italienische Meistergitarrist Alberto Mesirca, der gerade auf der CD mit Gilardinos Gitarrenkonzerte brillieren könnte, kommt im April und Mai für einige Konzerte nach Deutschland. Für Freunde der Gitarrenmusik ist dies eine einmalige Gelegenheit, einen der besten Gitarristen seiner Generation live erleben zu können.
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Update: Alfred Hitchcock bei Brilliant Classics

Alfred Hitchcock: Symphony No. 1 "Cigar" – (leider?) nur ein AprilscherzDie meisten Leser werden es gestern bereits geahnt haben: Zu den vielen Talenten, die Sir Alfred Hitchcock (1899-1980) zweifelsohne gehabt hat, gehört das Komponieren nicht (zumindest ist nichts darüber bekannt). Bei der Meldung, dass demnächst die »Weltersteinspielung« der »vom italienischen Musikwissenschaftler Antonio Tascapane« (Antonio Taschenbrot, sic!) wiederentdeckte und orchestrierte ersten Sinfonie Hitchcocks bei Brilliant Classics erscheint, handelt es sich natürlich lediglich um einen Aprilscherz.

Allen Leserinnen und Lesern einen wundervollen Frühling.

Demnächst bei Brilliant Classics: Alfred Hitchcocks symphonisches Debüt

Alfred Hitchcock by Jack MitchellSir Alfred Joseph Hitchcock (1899-1980) gehört zu den bekanntesten Regisseuren des 20. Jahrhunderts, der mit seinen Thrillern (“Das Fenster zum Hof”, “Psycho”, Die Vögel”, “Frenzy”) das gesamte Genre revolutionierte und maßgeblich prägte. Gänzlich unbekannt ist, dass Sir Alfred in seiner Freizeit »zur Entspannung vom Filmdreh« ein überaus talentierter Komponist war, der immerhin drei Streichquartette, zwei Klaviersonaten, ein gutes Dutzend Lieder und sogar eine Sinfonie geschrieben hat.

Diese »nur für den Privatkreis« bestimmten Werke blieben lange Zeit nach seinem Tod vergessen, bis sie vom italienischen Musikwissenschaftler Antonio Tascapane wiederentdeckt wurden. Gemeinsam mit dem bekannten Filmmusik-Arrangeur Primo Pesce orchestrierte er die nur als Klavierauszug vorliegende Sinfonie “Cigar” (ein Hitchcock-typisches Augenzwinkern gen Winston Churchill, dem die Sinfonie zum Kriegsende gewidmete war) und hat sie für die demnächst bei Brilliant Classics erscheinende CD mit dem Londoner Royal Cinematic Orchestra als Weltersteinspielung aufgenommen.

Alfred Hitchcock: Symphony No. 1 "Cigar"

Hitchcock erweist sich als talentierter, typische britischer Komponist, der in seiner Musik spätromantische Einflüsse von Elgar und (vor allem im 2. Satz, dem “Andante in moto”) des jungen Britten erkennen lässt. Seine rund 50-minütige Sinfonie ist mehr als ein Kuriosum, sie ist der Beleg für das mannigfache Talent eines erstaunlichen Künstlers.

Die CD Alfred Hitchcock: Symphony No. 1 “Cigar” des Royal Cinematic Orchestra unter Antonio Tascapane erscheint am 4. Mai 2014 demnächst auf Brilliant Classics (142014) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links noch nicht verfügbar) vorbestellt werden.

Verantstaltungstipp: Sandra & Jeroen van Veen, live in Kassel am 5. April 2014

Canto OstinatoWer schon immer einmal Simeon ten Holts “Canto Ostinato” live erleben wollte, der hat am kommenden Samstag in Kassel dazu Gelegenheit: Im Rahmen des “International Minimal-Music-Festivals” in Kassel wird das niederländischen Pianisten-Ehepaar Sandra und Jeroen van Veen die Kult-Komposition “Canto Ostinato” von Simeon ten Holt (1923-2012) am 5. April 2014 (Beginn 20:00 Uhr) in der Evangelische Erlöserkirche in Harleshausen (Karlshafener Straße 4, 34128 Kassel-Harleshausen, bei → Google Maps) aufführen.

Link zur Veranstaltung → http://www.minimal-music-festival.de/sub/de/programm/20140218-174547.php
Karten bestellen → http://www.minimal-music-festival.de/sub/de/karten/

Matteo Fossi & Marco Gaggini – Béla Bartók: Complete Works for Two Pianos

Béla BartókBéla Bartók (1881–1945) war nicht nur der vermutlich wichtigste ungarische Komponist des 20. Jahrhunderts, auch gab er durch sein intensives Studium der Volksmusiken der verschiedenen Völker seiner Heimat der modernen Musikwissenschaft neue, ‘ethnologische’ Impulse. So prägte er methodisch und musikalisch folgende Komponisten- Generationen weltweit. Darüber hinaus war Bartók zu Lebzeiten auch ein gefragter Pianist. Vor allem in seinen letzten, vom Exil geprägten Lebensjahren trat er mit seiner Ehefrau, der Pianistin Ditta Pásztory, regelmäßig als Duo auf.
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