Cristiano Porqueddu – Various Composers: Russian Guitar Music of the 20th and 21st Centuries

Russland gehört nun wirklich nicht gerade zu den Ländern, die einem zuerst in den Sinn kommen, wenn es um eine lange Gitarrenmusik-Tradition geht. Und doch etablierte sich die Gitarre dort bereits Ende des 18. Jahrhunderts, zunächst als 7-saitige heimische Variante in der Salonmusik, ab dem 20. Jahrhundert dann vermehrt im Konzertsaal in der klassischen 6-saitigen Bauart. Diese in der Heimat zum Teil überaus populären Werke wurden bis zum heutigen Tag außerhalb Russlands kaum wahrgenommen.

Der italienische Gitarrist Cristiano Porqueddu, ein ausgewiesener Experte für ein Repertoire abseits eingetretener Pfade und seit Jahren Brilliant Classics‘ Garant für hochwertige, moderne Gitarrenanthologien, hat für „Russian Guitar Music“ über zwanzig faszinierende und facettenreiche Werke von elf russischen Meistern der Moderne eingespielt.

Ein Großteil des hier zusammengefassten Repertoires wurde außerhalb Russlands nie aufgenommen; die Sammlung enthält auch einige Weltersteinspielungen. Die 4-CD-Box umfasst Werke von Boris Asafiev (1884–1949), Evgeny Baev (*1952), Edison Denisov (1929–1996), Gherman Dzhaparidze (*1939), Sofia Gubaidulina (*1931), Alexander Ivanov-Kramskoi (1912–1973), Vitaly Kharisov (*1962), Valeri Kikta (*1941), Viktor Kozlov (*1958), Elena Poplyanova (*1961) und Sergei Rudnev (*1955).

Die hervorragenden und ausführlichen Anmerkungen im Booklet wurden vom renommierten Gitarristen und Russland-Experten Oleg Timofeyev verfasst, der letztes Jahr mit „The Russian Guitar 1800-1850“ quasi das Pendant zu dieser modernen Sammlung veröffentlichte.

Russian Guitar Music of the 20th and 21st Centuries ist am 12. Mai 2017 auf Brilliant Classics (Artikelnr. 95385) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de oder → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

Weitere Infos über die 4-CD-Box sowie die komplette Tracklist findet man auf der englischsprachigen Produktseite:
http://www.brilliantclassics.com/articles/r/russian-guitar-music-of-the-20th-and-21st-centuries/

Various Composers: Anthology of Classical Guitar Music

In dieser Form und mit diesem Umfang hat es das noch nie gegeben: Auf insgesamt 40 CDs bietet die „Anthology of Classical Guitar Music“ einen chronologischen Überblick über 400 Jahre Gitarrenmusik, vom letzten Auflodern der Lautenmusik im Barock bis zur zeitgenössischen Gitarrenmusik des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts aus Europa und Lateinamerika.

Die Sammlung enthält eine große Anzahl der relevantesten Werke der wichtigsten Gitarrenmusik-Komponisten wie de Visée, Sor, Giuliani, Paganini, Coste, Mertz, Tárrega, Albéniz, Turina, Torroba, Barrios, Ponce, Villa-Lobos, Castelnuovo-Tedesco, Brouwer und Pujol, aber auch zahlreiche Raritäten, etwa von Legnani, Diabelli, Piazzolla, Henze, Bolling, Sauget, Tansman und Asafiev.

Eine Auswahl der besten zeitgenössischen Solisten aus Europa, Nord- und Südamerika – darunter Cristiano Porqueddu, Flávio Apro, Luigi Attademo, Izhar Elias, Angelo Marchese, Alberto Mesirca, Frédéric Zigante, das Duo Pace Poli Cappelli und viele andere – bürgen für höchste Interpretationskunst.

Die „Anthology of Classical Guitar Music“ ist eine qualitativ kompromisslos hochwertige, sinnvoll aufgebaute Sammlung, die einen umfassenden Überblick über die Gitarrenmusik der letzten vier Jahrhunderte bietet. Die Anmerkungen im Booklet wurden vom Publizisten und Kritiker Philip Borg-Wheeler eigens für diese Veröffentlichung verfasst.

Die Anthology of Classical Guitar Music ist am 14. April 2017 auf Brilliant Classics (Artikelnr. 95480) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de oder → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

Weitere Infos über die 40-CD-Box sowie die komplette Tracklist findet man auf der englischsprachigen Produktseite:
http://www.brilliantclassics.com/articles/a/anthology-of-classical-guitar-music/

Daniel Justin · Thomas Leech · Leeds Cathedral Choir, Benjamin Saunders – Arvo Pärt: Choral Music · Organ Music

Arvo Pärt - By Woesinger (Arvo Part) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0) or CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]Der estnische Komponist (mit Wohnsitz in Berlin) Arvo Pärt (*1935) ist am 11. September 2015 80 Jahre alt geworden. Pärt ist unbestritten einer der wichtigsten lebenden Komponisten, obwohl (oder gerade weil) seine Tonsprache sich nicht in die herkömmlichen Raster der zeitgenössischen Musik einfügen lässt. Pärt nennt seine Kompositionstechnik „Tintinnabuli-Stil“. Der Begriff ist abgeleitet vom lateinischen Wort für Schelle „Tintinnabulum“, womit er auf das „Klingeln“ des Dreiklangs anspielt, ein zentraler Bestandteil seines ganz eigenen Sounds.
Weiterlesen

Cristiano Porqueddu – Angelo Gilardino: Complete Music for Solo Guitar 1965–2013

Angelo Gilardino (*1941) ist der derzeit wohl wichtigste und bekannteste Komponist für Gitarrenmusik in Italien. Seine moderne Klangsprache ist fest mit der mediterranen Kultur verbunden. Seine Werke finden oft ihre Initialzündung in der Literatur oder Malerei, bleiben aber auch ohne außermusikalische Bindung in sich geschlossen.

Cristiano Porqueddu - Angelo Gilardino: Complete Music for Solo Guitar 1965–2013Kein anderer Gitarrist hat sich um die Musik Gilardinos so verdient gemacht, wie Cristiano Porqueddu. Der Sarde hat sich von Beginn seiner Karriere an mit dem Werk des piemontesischen Komponisten intensiv auseinandergesetzt. In letzten 15 Jahren nahm er für Brilliant Classics immer wieder bedeutende Werke Gilardinos wie beispielsweise die „60 Studi di Virtuosità e di Trascendenza“, die „20 studi facili“ oder das bezaubernde „Concerto di Oliena“ auf.
Weiterlesen

Erik Bosgraaf & Jorrit Tamminga: Dialogues

Bisher war der Niederländer Erik Bosgraaf vor allem für seine überragenden Aufnahmen barocker Werke bekannt: Seine Bach-, Händel-, Telemann- und Vivaldi-Aufnahmen (u. a. mit seiner sensationellen Fassung der „Vier Jahreszeiten“ für Blockflöte) wurden von der Presse einhellig gelobt. Doch Bosgraaf beschäftigt sich nicht nur mit Alter Musik, er ist auch stets bemüht, das Repertoire für die Blockflöte mit zeitgenössischer Musik zu erweitern. So improvisierte er mit niederländischen Jazzmusikern auf „Hotel Terminus“ waschechten Postrock über flüchtig angedeutete Bach-Themen und sorgte 2013 für eine der spannendsten und mutigsten Crossover-Produktionen des Jahres.
Weiterlesen

Modo Antiquo, Federico Maria Sardelli – Federico Maria Sardelli: Sacred Music

Der aus dem toskanischen Livorno stammende Federico Maria Sardelli (*1963) ist ein echter Tausendsassa: Als Dirigent seines Ensembles Modo Antiquo hat er sich in den vergangenen zwanzig Jahren einen Namen als herausragender Interpret der Musik Vivaldis und Scarlattis gemacht. Mit dem Erstellen der neuen kritischen Notenausgabe der Werke Vivaldis für das venezianische Vivaldi-Institut, leistet er als Musikwissenschaftler unschätzbare Pionierarbeit, darüber hinaus ist Sardelli ein in Italien bekannter satirischer Schriftsteller und Zeichner.
Weiterlesen

Les Métaboles, Léo Warynski – Mysterious Nativity: Music for choir by G. Sviridov, A. Schnittke, D. Tchesnokov

Gottesmutter von Wladimir, ein Nationalheiligtum Russlands und der russisch-orthodoxen Kirche. (Konstantinopel, um 1100)In der säkularisierten Gegenwart ist die Wiederbelebung der geistlichen Musik ein bemerkenswertes Phänomen. Zwar nimmt die Bedeutung von Religion (zumindest in weiten Teilen der westlichen Welt) im Alltag immer weiter ab, sakrale Werke finden aber nach wie vor großen Anklang, sei es, weil sie mir ihrem meditativen Grundcharakter eine Art Gegenpol zur immer schneller getakteten Welt darstellen, sei es, weil sie auf unmittelbare Weise die Sehnsucht der Menschen nach Spiritualität erfüllen. Selbst in den Jahrzehnten systematischer staatlicher Unterdrückung im Ostblock konnte man die Jahrtausende alte Tradition der geistlichen Musik nicht ganz unterdrücken. Eine der ältesten Musiktraditionen überhaupt, die wichtigste Grundlage unserer heutigen Kunstmusik, erneuert sich immer wieder neu.
Weiterlesen

Coro della Facoltà di Musicologia, Cremona · 15.19ensemble · Il Giardino Delle Muse – Giovanni Albini: Musica Sacra

Giovanni Albini (*1982) ist »einer der interessantesten Komponisten der zeitgenössischen Szene« (so das italienische Panorama-Magazin). In seinen Kompositionen führt er einfache Stimmführungen, Vorhaltakkorde und diatonische
Tonleitern mittels universeller Regeln der Mathematik zu einer Art “harmonischem Continuum” zusammen. So abstrakt sein mathematischer Ansatz auch klingen mag, so überzeugend sind seine Ergebnisse, so musikalisch ist seine Klangsprache
Weiterlesen

Cristiano Porqueddu – Novecento Guitar Sonatas — Gitarrensonaten des 20. und frühen 21. Jahrhunderts

Klassische Gitarre - (cc-by-sa 2.0) Martin Möller (Ausschnitt)Nachdem sich die Gitarre in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch herausragende Gitarristen-Komponisten (Fernando Sor, Dionisio Aguado, Napoléon Coste, Mauro Giuliani, Caspar Joseph Mertz und andere) als virtuoses Solo-Instrument etablieren konnte, erfuhr sie durch die bemerkenswerte Karriere des spanischen Gitarristen Andrés Segovia im 20. Jahrhundert eine abermalige Aufwertung. In gewisser Weise könnte man auch von einer Emanzipation sprechen, denn der „Segovia-Effekt“ (teils seiner Spieltechnik, teils seiner charismatischen Persönlichkeit geschuldet) machte die Gitarre populärer denn je, auch außerhalb ihrer (vermeintlichen!) Heimat Spanien.
Weiterlesen

Jeroen van Veen – Jeroen van Veen: Piano Music

Jeroen van Veen – Photo © Janey van IerlandJeroen van Veen ist nicht nur einer der profiliertesten Minimal-Music-Pianisten der Gegenwart, mit seinen ersten beiden Büchern der „Minimal Préludes“ (1999–2003), die er im Rahmen der „Minimal Piano Collection: Volumes I-IX“ (2007, Brilliant Classics 8551) veröffentlichte, lancierte er eine vielversprechende Karriere als Komponist. Und Jeroen van Veen, der nimmermüde Botschafter in Sachen Minimal Music, der mittlerweile über 100 CDs aufgenommen hat (darunter Meilensteine wie Aufnahmen der Werke von Philip Glass, Simeon ten Holt, Arvo Pärt und Ludovico Einaudi), war in der Zwischenzeit als Komponist nicht untätig …
Weiterlesen