Various Composers: Flute Concertos

Die Flöte gehört zu den frühesten Instrumenten der Menschheit: Die ältesten gefundenen steinzeitlichen Knochenflöten sind rund 43.000 Jahre alt. Mit dem Aufkommen der instrumentalen Kunstmusik in der Renaissance etablierte sich die Flöte erst als Ensembleinstrument, spätestens ab dem Barock als beliebtes Soloinstrument in den immer beliebter werdenden virtuosen Konzerten.
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Various Composers: Horn Concertos

Dank zahlreicher technischer Verbesserungen entwickelte sich das Horn im Spätbarock vom bloßen Jagd-Signalgeber zu einem variabel einsetzbaren Soloinstrument. Spätestens in der Wiener Klassik avancierte es dann zu einem Geheimfavoriten der konzertanten Musik, nicht zuletzt wegen Mozarts vier berühmter Hornkonzerte (KV 412, 417, 447 und 495). Vor allem im deutschsprachigen Raum und im benachbarten Böhmen bereicherten in der Folge Mozarts zahlreiche Komponisten bis weit in die Spätromantik das Repertoire.
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Various: Schubert Edition — Umfangreicher, repräsentativer Querschnitt aus dem Gesamtwerk

Franz Schubert (1797-1828) nimmt als Bindeglied zwischen Klassik und Romantik eine Sonderrolle unter den Komponisten ein. Franz Schubert ca. 1827 - Bild wird Anton Depauly zugesprochen, wurde früher Joseph Mähler zugeordnet [Public domain]Ausgehend von der Wiener Klassik (speziell von den revolutionären Erweiterungen Beethovenscher Prägung) experimentierte Schubert gerne mit neuen Formen und Besetzungen und griff vielen späteren Entwicklungen der deutschen Romantik vor. Dabei war er ein ungemein produktiver Komponist: Obwohl er keine 32 Jahre alt wurde, sind von ihm nahezu 1000 Werke erhalten. Während Schuberts Lieder und kleinformatige Klavierwerke bereits zu Lebzeiten einen gewissen Erfolg verbuchen konnten, blieben zahlreiche seiner zentralen Kompositionen (etwa die „Unvollendete“, die „Große Sinfonie in C-Dur“ und das Streichquartett No. 14 „Der Tod und das Mädchen“) zu Lebzeiten unveröffentlicht. Sie erlangten erst posthum ihren Weltruhm und sind heute zentrale Werke der Musikgeschichte.
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Various: Mozart Complete Edition (2014 Edition) — Das Gesamtwerk

Wolfgang Amadeus Mozart - Detail aus einem Gemälde von Johann Nepomuk della Croce (ca. 1780). Lizenziert unter Public DomainAls 2006 Brilliant Classics das Gesamtwerk von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) auf 170 CDs zum ersten Mal veröffentlichte, war das schon per se eine editorische Großtat: Ohne über die Möglichkeiten der Major-Labels zu verfügen, stellte das niederländische Label aus bewährten Lizenzaufnahmen und zahlreichen Eigenproduktionen mit (in Deutschland) unbekannteren, aber hochklassigen Musikern eine qualitativ hochwertige Gesamtaufnahme des Œuvres Mozarts zusammen. Die rote Mozart Complete Edition wurde ein Kritiker-Favorit und ein Verkaufserfolg: Nie zuvor (oder danach) wurde die Gesamtaufnahme eines Komponisten so häufig verkauft, nie zuvor war das Interesse breiter Hörerschichten an einer solchen Edition so groß. Ganz offensichtlich übt Mozarts Musik nach wie vor eine unvergleichliche Faszination auf die Menschen aus.
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»Beethoven: Complete Sonatas and Variations for Cello & Piano« von Timora Rosler & Klára Würtz bei WDR 3 besprochen

Timora Rosler & Klára Würtz - Ludwig van Beethoven: Complete Sonatas and Variations for Cello and Piano Ludwig van Beethoven (1770-1827) kann man mit einiger Berechtigung als den Schöpfer der modernen Cellosonate bezeichnen. Zwischen 1796 und 1815 schuf er fünf technisch und künstlerisch höchst anspruchsvolle Sonaten, die seitdem aus dem Repertoire der Cellisten nicht mehr wegzudenken sind. Außerdem verfasste er drei Variationszyklen über Opernarien für Klavier und Cello.

Die niederländisch-israelische Cellistin Timora Rosler und die ungarische Pianistin Klára Würtz haben vor kurzem für Brilliant Classics Beethovens vollständiges Werk für Cello und Klavier aufgenommen. Dem eingespielten Team ist eine wohlklingende, gut durchhörbare Interpretation der Werke gelungen.

Die Doppel-CD wurde gestern von Redakteurin Nele Freudenberger in  der Sendung WDR 3 Tonart besprochen.

Sie fasst über die Produktion zusammen:

»Als Duo überzeugen die beiden rundum. Hier sind Seelenverwandte am Werk. Der Klang ist absolut ausgewogen. Hier gibt es keine Divenzickereien um die Stimmführung, man nimmt’s wie es kommt. Beeindruckend auch die präzise Ausarbeitung (…) Eine durchweg hörenswerte CD, die den richtigen Beethoven-Ton trifft. Es macht sich eben doch bezahlt, bei festen Duo-Partnern zu bleiben.«

Den gesamte Podcast (mit Klangbeispielen) gibt es → hier.

Die Doppel-CD Ludwig van Beethoven: Complete Sonatas and Variations for Cello and Piano von Timora Rosler & Klára Würtz ist am 20. September 2013 auf Brilliant Classics (94624) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

Timora Rosler & Klára Würtz – Ludwig van Beethoven: Complete Sonatas and Variations for Cello and Piano

Ludwig van Beethoven Ludwig van Beethoven (1770-1827) hat für viele Gattungen bahnbrechende Kompositionen geschrieben: Die Klaviersonaten, die Streichquartette, die Violinsonaten die Konzerte, und natürlich die Sinfonien sind Höhepunkte der abendländischen Musikgeschichte, die sich im höchsten Maße stilprägend auf die folgenden Komponisten-Generationen auswirkten und bis heute ihren Widerhall finden.

Dass Beethoven auch als der Schöpfer der modernen Cellosonate zu gelten hat, wird dabei oft übersehen. Zwischen 1796 und 1815 schuf Beethoven fünf technisch und künstlerisch höchst anspruchsvolle Sonaten, außerdem drei Variationszyklen über Opernarien. Zusammengenommen sind sie ein gutes Abbild der verschiedenen Entwicklungsstufen des frühen, mittleren und späten Beethovens und seiner kompositorischen Charakteristika.
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Staatskapelle Dresden, Herbert Blomstedt – Franz Schubert: Complete Symphonies

Franz Schubert ca. 1827 - Bild wird Anton Depauly zugesprochen, wurde früher Joseph Mähler zugeordnet [Public domainDie acht Sinfonien von Franz Schubert (1797-1828) gehören zu den bedeutendsten Orchesterwerken des frühen 19. Jahrhunderts. Im Übergang von seinen frühen Sinfonien Nos. 1-6, die er als Jugendlicher zwischen 1813 und 1818 schrieb, zu den beiden letzten, der Sinfonie in h-Moll (die „Unvollendete“) von 1822 und der „Großen“ Sinfonie in C-Dur von 1825, lässt sich der Wandel von der Klassik zur Frühromantik exemplarisch nachvollziehen.

Zu Lebzeiten erklang vermutlich kaum eine dieser Sinfonien bei einer öffentlichen Aufführungen, die meisten wurden erst posthum uraufgeführt. Für einige andere ist eine Privataufführung zu Schuberts Lebzeiten zumindest wahrscheinlich. Erfolgreich wurden die Sinfonien erst lange nach seinem Tod. Heute gehören seine beiden späten Sinfonien, die sogenannte „Unvollendete“ Sinfonie in h-Moll, D 759 von 1822 und die „Große“ Sinfonie in C-Dur, D 944 von 1825, zu den populärsten Sinfonien des 19. Jahrhunderts. Die „Unvollendete“ wurde kürzlich sogar von der Musik-Website classical.com zu einer der fünf besten Sinfonien aller Zeiten gekürzt.
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Various: Beethoven Complete Edition – Das Gesamtwerk (Neue, überarbeitete Ausgabe 2013)

Die Bach Complete Edition und die Mozart Complete Edition machten den Anfang, mittlerweile gibt es über ein Dutzend enzyklopädischer Boxen im Brilliant-Classics-Repertoire und es kommen fast jeden Monat neue dazu. Darunter befinden sich mittlerweile auch so einzigartige Sammlungen wie die Shostakovich Edition, die Richard Strauss Edition, die Boccherini Edition und die gerade erschienene Mussorgsky Edition. 2007 erschien erstmalig eine Beethoven Complete Edition, die 2011 in einer überarbeiteten Fassung wiederveröffentlicht wurde. Beide Auflagen waren binnen weniger Monate ausverkauft.

L. van Beethoven: 5. Sinfonie - Anfangsmotiv

Beethovens Fünfte: G – G – G- Es

Ludwig van Beethoven (1770-1827) schrieb ohne jeden Zweifel einige der populärsten Werke der gesamten klassischen Literatur. Kaum einer, der nicht die ersten paar Takte des ersten Satzes eben jener Sinfonie No. 5 („Ta-Ta-Ta-Taaaa“ oder genauer G – G – G – Es), den Schlusschor „Ode an die Freude“ aus der Sinfonie No. 9, die Melodie von Für Elise oder das Thema des ersten Satzes der sogenannten Mondscheinsonate kennt. Als Klingelton, Warteschleifen- und Fahrstuhlmusik, als Soundtrack für die Werbung, in Rock-, Jazz- und Klassik-Interpretationen und -Verdrehungen ist Beethovens Musik zumindest scheinbar allgegenwärtig. Ich schreibe scheinbar, weil die übliche Reduzierung auf ein paar eingängige Melodien und Themen weder der jeweils ganzen Komposition, noch der profunden Bedeutung des Gesamtwerks Beethovens auf die Musikgeschichte gerecht wird. Wer Beethovens Größe erfassen möchte, der braucht sein Gesamtwerk in exzellenten, kompetenten Aufnahmen.
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Alfred Brendel – The Legendary Mozart & Beethoven Recordings

Der österreichische Pianist Alfred Brendel (*1931) gehört zu den bedeutendsten Virtuosen des 20. Jahrhunderts. Das australische Musikmagazin Limelight wählte ihn (zurecht!) in die Liste der 10 besten Pianisten aller Zeiten. Nicht nur seine makellose Technik, sondern seine geradezu philosophische, ‚wissende‘ Herangehensweise machen ihn zu einem der herausragendsten Interpreten der Werke Mozarts und Beethovens aller Zeiten.
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Austro-Hungarian Haydn Orchestra, Ádám Fischer – Joseph Haydn: 12 London Symphonies (Nos. 93 – 104)

Joseph HaydnNach heutigem Kenntnisstand schrieb Joseph Haydn (1732-1809) nicht weniger als 107 Sinfonien. Er wird deswegen mit einiger Berechtigung als „Vater der klassischen Sinfonie“ bezeichnet. Wenngleich Haydn die Sinfonie in ihrer klassischen Form nicht (alleine) erfunden hat, auch Mozarts Sinfonien hatten einen starken Einfluss auf die Gattung, so hat er sie maßgeblich geprägt und sie in ganz Europa popularisiert. Mehr noch: Durch seine lebenslange Beschäftigung mit der Sinfonie hat er sie quantitativ und qualitativ zur ‚Königsdisziplin‘ der Instrumentalmusik gemacht, an der quasi kein Komponist nach ihm vorbei kam (was nicht immer glücklich endete). Ohne Haydns Pionierleistungen wären die Sinfonien Beethovens, Mendelssohns, Schumanns, Brahms‘, Bruckners, Mahlers usw. nicht vorstellbar.
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