David Oistrakh: Chamber Music Edition

David Oistrakh - Bild: Bundesarchiv, Bild 183-23447-0001 (Ausschnitt) / Braun / CC-BY-SA 3.0-de, via Wikimedia CommonsDavid Oistrakh (1908-1974) gehörte ohne jeden Zweifel zu den besten Violinisten des vergangenen Jahrhunderts; seine Interpretationen sind auch heute noch, fast 40 Jahre nach seinem Tode, absolut faszinierend. Sie machen dem Hörer in Zeiten von historisch-informierter Aufführungspraxis klar, dass der Wahl der authentischen Instrumente und Saiten, des richtigen Vibrato, ja des richtigen Aufnahmeortes heute etwas zu viel Bedeutung beigemessen wird. Es ist sicher richtig und wichtig, dass wir uns heute Gedanken darüber machen, auf welchen Instrumenten, wie und zu welchen Anlässen Kompositionen ursprünglich komponiert und gespielt wurden, in puncto Interpretationskunst und Persönlichkeit hatten die großen Interpreten der 1930er bis 1960er Jahre der heutigen Musikergeneration Einiges voraus. Bei aller technischen Perfektion und historischer Authentizität bleibt die persönliche Note des Interpreten fast notgedrungen auf der Strecke. Die Musik verliert im Zeitalter der musikwissenschaftlichen Akademisierung einen Großteil ihre Spontanität. Aber eine Komposition ist eben nicht nur das, was der Komponist einst niederschrieb, sondern immer auch das, was der Interpret daraus macht…
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Brilliant Classics: Neuheiten im Juni 2012

Brilliant Classics LogoJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Auch diesen Monat möchte ich wieder über die kommenden Neuheiten im Brilliant-Classics-Programm informieren. Einen Teil der hier vorgestellten Titel werde ich dann im Laufe der folgenden Wochen noch genauer unter die Lupe nehmen.

Alle in diesem Artikel vorgestellten Titel kommen am 31. Mai 2012 in den Handel. Bei den Titeln orientiere ich mich der Einfachheit und Einheitlichkeit halber an der auf dem Cover verwendeten, englischsprachigen Schreibweise.
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Heute vor 226 Jahren…

Titelseite von Le Nozze di FigaroHeute vor 226 Jahren, am 1. Mai 1786, wurde im Wiener Burgtheater die Oper Le Nozze di Figaro (deutscher Titel Figaros Hochzeit oder Die Hochzeit des Figaro) uraufgeführt. Es war die erste von drei Opern, die Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) nach einem Libretto von Lorenzo da Ponte (1749-1838) komponieren sollte (die anderen beiden waren Don Giovanni (1787) und Così fan tutte (1790)). Obwohl die Oper in Wien nur kurz auf dem Spielplan blieb und einen nur kurzlebigen Erfolg feiern konnte – man munkelt, dass sich der Hofadel verulkt fühlte – war die Oper andernorts, namentlich in Prag ein großer Erfolg, wo sie auch Anlass für den Kompositionsauftrag für den Don Giovanni war.
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Brilliant Classics: Neuheiten im Mai 2012

Brilliant Classics LogoJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Künftig möchte ich an dieser Stelle regelmäßig über die kommenden Neuheiten im Brilliant Classics Programm informieren. Einen Teil der hier vorgestellten Titel werde ich dann im Laufe der folgenden Wochen noch genauer unter die Lupe nehmen.

Alle in diesem Artikel vorgestellten Titel kommen am 27. April 2012 in den Handel. Bei den Titeln orientiere ich mich der Einfachheit und Einheitlichkeit halber an der auf dem Cover verwendeten, englischsprachigen Schreibweise.
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Musik-Tipp für die Ostertage: Die Sammelboxen von Choral Classics

Wer auf der Suche nach der passenden Musik für die kommenden Ostertage ist, der sollte sich unbedingt einmal die Choral Classics-Sammelboxen von Brilliant Classics anschauen. Thematisch oder nach Komponisten gegliedert, bieten die Boxen eine Menge guter Chormusik, genau das richtige für die anstehenden Festtage.

Ob Choräle  von Bach, Oratorien von Händel, Messen von Palestrina, dem gesamten Chorwerk von Thomas Tallis, dem geistlichen Œuvre von Mozart, Mendelssohn und Brahms oder Sammlungen russischer Chormusik von Tchaikovsky, Rachmaninov und Gretchaninov oder höchster englischer Chor-Tradition aus Cambridge mit Werken von Bruckner, Byrd, Haydn und Mozart, in der Sammlung findet man als Chormusik-Freund bestimmt die passende Kollektion.

Hier eine Übersicht über alle verfügbaren Choral Classics Boxen:
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Meine Brilliant-Classics-Favoriten des Jahres 2011

Brilliant Classics Jahresrückblick 2011Das Brilliant Classics Blog ist zwar nur wenige Wochen alt und es sind noch relativ wenige Artikel erschienen, dennoch möchte ich die Gelegenheit ergreifen, meine persönlichen Favoriten aus den Neuerscheinungen des Brilliant-Classics-Programms 2011 an dieser Stelle in einer Top 5 zusammenzufassen, auch wenn ich nicht zu jeder Veröffentlichung eine Besprechung verlinken kann.
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Various: Complete Mozart Edition – Das Gesamtwerk

Complete Mozart Edition (2006er Ausgabe)Als das Gesamtwerk von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) auf 170 CDs zum ersten Mal 2006 veröffentlicht wurde, war das schon per se eine editorische Großtat: Ohne über die Möglichkeiten der Major-Labels zu verfügen, stellte das niederländische Label Brilliant Classics aus bewährten Lizenzaufnahmen und zahlreichen Eigenproduktionen eine Gesamtaufnahme des Œuvres Mozarts zusammen, die tatsächlich ziemlich vollständig geraten war: Zwar fehlten einige Bearbeitungen, doch en gros war die Complete Mozart Edition tatsächlich komplett. Außerdem kostete die Box nur einen Bruchteil vergleichbarer Sammlungen, die im „Mozart Jahr“ (zum 250. Geburtstag des Salzburger Genies) auf den Markt kamen, ohne dass man von wesentlichen Qualitätsunterschieden sprechen konnte. Die Complete Mozart Edition etablierte sich als Dauerbrenner auf dem Klassikmarkt, auch nach dem Mozart-Jahr, nach dem die anderen Gesamtausgaben längst wieder aus den Regalen verschwunden waren.

W. A. Mozart - Complete Edition (Brilliant Classics)Fünf Jahre später findet man die „rote Mozart-Box“ immer noch in quasi jedem Plattenladen und in so manch einer gut sortierten Sammlung. Sie wurde mittlerweile überarbeitet und punktuell verbessert, in dem man einzelne ältere Lizenzaufnahmen, die noch auf modernen Instrumenten und ohne Kenntnisstand der historischen Aufführungspraxis entstanden waren, durch zeitgemäße Neuaufnahmen wichtiger Werke auf Originalinstrumenten ersetzt hat. So gehört die Einspielung der Violinkonzerte Nos. 1-5 von Giuliano Carmignola nun ebenso zur Edition wie die Neuaufnahme des Oratoriums La Betulia Liberata, KV 118 vom italienischen Ensemble Oficina Musicum.
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