Various Artists – Requiem: Ockeghem · Purcell · Mozart · Cherubini · Schumann · Berlioz · Verdi · Dvořák · Fauré · Duruflé

Musik war schon seit jeher ein wichtiger Bestandteil im Totenkult der Menschen, sei es, um das Gefühl des Verlustes adäquat auszudrücken, sei es, um dem Begräbnisritual einen formalen Rahmen zu geben, der Raum für Trauer, Erinnerung und Abschied schafft. Bereits in der frühen christlichen Musik wurden entsprechende Bibeltexte zu Traueranlässen gesungen. Später kristallisierten sich drei Hauptvarianten der geistlichen Trauermusik heraus: Vertonungen des „Stabat Mater“, einem mittelalterlichen Gedicht, das den Schmerz der Mutter Jesu um den Gekreuzigten besingt, alttestamentarische „Klagelieder Jeremias“, die die Zerstörung Jerusalems und des Tempels von 586 v. Chr. beklagen und die in der Karwoche eine bedeutende Rolle spielen und die „Missa pro defunctis“. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert rückte diese bald „Requiem“ genannte Totenmesse ins Zentrum des Interesses der Komponisten. Das Requiem folgt in der Regel in Text und Sequenz der Liturgie eines (katholischen) Sterbeamtes: Requiem aeternam, Kyrie, Dies irae, Domine Jesu Christe, Sanctus et Benedictus, Agnus Dei, Lux aeterna. Während die Vertonungen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine tatsächliche oder zumindest ideelle Messe in einer Kirche zum Anlass hatten, entwickelte sich das Requiem gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur eigenen Kunstform, die nicht mehr für den kleinen Rahmen einer Messe in einer Kirche, sondern für die Aufführung in einem Konzertsaal konzipiert wurde.
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Alexander Ivashkin & Andrew Zolinsky – Benjamin Britten: Complete Music for Solo Cello and Cello & Piano

Alexander Ivashkin, 1990 - Foto: Dmitrismirnov (eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://bit.ly/CCBYSA)]Am vergangenen Freitag (dem 31. Januar 2014) verstarb der russische Cellist Alexander Ivashkin in London an den Folgen seiner Krebserkrankung. Er wurde 65 Jahre alt. Ivashkin – einer der stillen Stars der Klassikwelt – gehörte zu den besten Cellisten seiner Generation und war auch als Dirigent, Festival-Leiter, Buchautor und Pädagoge erfolgreich tätig.

Zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten hat er uraufgeführt (etwa von Alfred Schnittke). Er hat eng mit hochkarätigen Komponisten wie John Cage, Krzysztof Penderecki, Sofia Gubaidulina, Arvo Pärt, Rodion Shchedrin, James MacMillan, Gabriel Prokofiev u. v. .m. zusammengearbeitet. Er galt als einer der wichtigsten Interpreten der russischen Musik des 20. Jahrhunderts, seine Aufnahme der Cellokonzerte Shostakovichs gehört zu den besten im Katalog (sie wurde erst kürzlich bei Brilliant Classics wiederveröffentlicht), dasselbe gilt für seine Prokofiev- und Schnittke-Aufnahmen. Seine zahlreichen CDs erschienen bei namhaften Plattenfirmen wie BMG, Chandos und Naxos. Eine seiner letzten Aufnahmen, eine Doppel-CD mit Brittens Musik für Solo-Cello und Cello mit Klavier, erschien erst vor einigen Wochen als Originalproduktion bei Brilliant Classics
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Brilliant Classics: Neuheiten im Dezember 2013

Brilliant Classics LogoJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Wie jedes Mal stellen ich an dieser Stelle alle kommenden Neuheiten im Brilliant-Classics-Programm kurz vor. Sämtliche in diesem Artikel vorgestellten Titel kommen am 13. Dezember 2013 in den Handel.

Einen Teil der hier vorgestellten Titel werde ich dann im Laufe der folgenden Wochen noch genauer unter die Lupe nehmen.
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Audio-Tipp: Britten: Les Illuminations · Serenade for tenor, horn and strings mit Peter Schreier und Herbert Kegel

Publicity photograph of British composer Benjamin Britten, 1968 (PD)Heute, am 22. November 2013, jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag des englischen Komponisten Benjamin Britten (1913-1976). Rechtzeitig zum Jahrestag hat Brilliant Classics fantastische Aufnahmen zweier früher Lieder-Zyklen Brittens wiederveröffentlicht, die Herbert Kegel gemeinsam mit dem Radio-Sinfonieorchester Leipzig und dem Tenor Peter Schreier 1967 für das damalige Staatslabel Eterna aufgenommen haben.

Sie rufen in Erinnerung, auf welch hohem Niveau man sich mit Brittens universell verständlicher Musik nicht nur in seiner Heimat, sondern auch außerhalb der englischsprachigen Welt auseinandergesetzt hat. Peter Schreiers leichte, bewegliche Stimme passt ideal zu Brittens emotional aufgeladenen Gedicht-Vertonungen.
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Brilliant Classics: Neuheiten im November 2013 – Teil 1

Brilliant Classics LogoJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Wie jedes Mal stellen ich an dieser Stelle alle kommenden Neuheiten im Brilliant-Classics-Programm kurz vor. Sämtliche in diesem Artikel vorgestellten Titel kommen am 1. November 2013 in den Handel.

Einen Teil der hier vorgestellten Titel werde ich dann im Laufe der folgenden Wochen noch genauer unter die Lupe nehmen.
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