Brilliant Classics: Neuheiten im Dezember 2017

CD - Image by Arun Kulshreshtha (Own work) [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia CommonsJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Sämtliche in diesem Artikel vorgestellten Tonträger sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 1. Dezember 2017 im Handel erhältlich.

Wir nennen unser Konzept Klassikvielfalt mit Entdeckergarantie.

Various Composers: Trumpet Concertos
Various Artists
Epoche: Barock · Klassik · Romantik · Moderne | konzertante Musik
Artikelnr. 95608
EAN: 5028421956084
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10-CD

Mit „Trumpet Concertos“ erscheint eine weitere vielversprechende Ausgabe in der erfolgreichen Brilliant-Classics-Serie mit Solokonzert-Anthologien. Vom Barock über die Klassik und Romantik bis zur Moderne fasst sie rund 400 Jahre Musikgeschichte zusammen. „Trumpet Concertos“enthält quasi alle bekannten Trompetenkonzerte, etwa von Vivaldi, Michael und Joseph Haydn, Hummel, Manfredini, Leopold Mozart usw. Ebenso eingeschlossen sind zahlreiche unbekanntere Werke von Komponisten wie Denisov, Reutter und Albrechtsberger. Herausragende Solisten wie Ludwig Güttler, Thomas Hammes und Otto Sauter bürgen für höchste Qualität.

John Adams: Piano Music
Jeroen van Veen
Epoche: Minimal Music | Klaviermusik
Artikelnr. 95388
EAN: 5028421953885
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CD

John Adams (*1947) entfernte sich früh von den starren Begrenzungen der Minimal Music und nennt seinen evolvierten Stil seit Anfang der 1990er „post-minimalistisch“. Der Guardian schrieb über seine Musik: »Minimalismus, aber nicht, wie Sie ihn kennen.« Die auf dem Album enthaltenen Werke „China Gates“ und „Phrygian Gates“ (beide 1977) stammen aus seiner frühen, minimalistischen Phase. Ebenfalls enthalten sind „Hallelujah Junction“ (1996) und „American Berserk“ (2001), typische Beispiele seines Post-Minimalismus. Jeroen van Veen gehört zu den weltweit führenden Minimal-Music-Experten. Seine Ehefrau Sandra unterstützt ihn als Duopartnerin bei „Hallelujah Junction“.

Giovanni Battista Fasolo: Magnificat · Salve Regina · Ricercates
Federico del Sordo, Orgel & Cembalo
In Dulci Jubilo, Alberto Turco
Epoche: Barock | geistliche Musik
Artikelnr. 95512
EAN: 5028421955124
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2-CD

Der Franziskanermönch Giovanni Battista Fasolo (ca. 1598 – ca. 1680) wirkte als Organist und Kapellmeister an verschiedenen Kirchen seines Ordens in Italien. Das vorliegende Album enthält sein Magnificat, sein Salve Regina und eine Reihe von Kanzonen und Ricercari für Orgel. Der Cembalist und Organist Federico Del Sordo und der Chorleiter Alberto Turco gelten als ausgewiesene Experten für unbekannte geistliche Musik des italienischen Barocks. Die Orgelaufnahmen entstanden auf zwei bedeutenden historischen Barockorgeln Italiens: der Antegnati-Orgel von 1589 in der Kathedrale von Verona und der Montefalco-Orgel von 1509 der Kirche San Francesco in Trevi.

Carlo Andrea Gambini: Organ Music
Marco Ruggeri
Epoche: Romantik | Orgelmusik
Artikelnr. 95515
EAN: 5028421955155
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2-CD

Carlo Andrea Gambini (1819-1865) war einer der bekanntesten Pianisten im Italien des 19. Jahrhunderts. Seine Musik verbindet hochromantisches Pathos mit einer von der Oper beeinflussten Emotionalität und Kantabilität. Dank seiner Freundschaft zur Orgelbauer-Familie Lingiardi hinterließ er auch ein beachtliches Orgelwerk. Die vorliegenden Aufnahmen entstanden an der 1854 erbauten (authentischen) Lingiardi-Orgel der Pfarrkirche San Vittore im norditalienischen Calcio. Der Organist Marco Ruggeri hat sich mit seinen vorigen Brilliant-Classics-Alben mit Werken von Morandi, Petrali und Fumagalli als Experte für italienische Orgelmusik des 19. Jahrhunderts nachdrücklich empfohlen.

Zoltán Kodály: Orchestral Music
Hungarian State Symphony Orchestra, Ádám Fischer
Budapest Festival Orchestra, Iván Fischer
Epoche: 20. Jahrhundert | orchestrale Musik
Artikelnr. 95603
EAN: 5028421956039
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2-CD

Zoltán Kodály (1882–1967) gehört zu den wichtigsten Figuren der ungarischen Musik des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem Kollegen und Freund Béla Bartók sammelte er die Volkslieder seiner Heimat und verwendete ihre Melodien und Rhythmen in den eigenen Werken. Das Doppelalbum fasst einige der wichtigsten Orchesterwerke Kodálys in exemplarischen Aufnahmen zusammen. Das Brüderpaar Ádám und Iván Fischer sind unbestrittene Meister des ungarischen Repertoires. Die Aufnahmen erschienen ursprünglich auf Nimbus Records (CD 1) und Hungaroton (CD 2) und werden endlich preiswert wiederveröffentlicht.

Jules Mouquet: Complete Music for Flute and Piano
Sara Ligas, Flöte
Luca Nurchis, Klavier
Epoche: Romantik | Kammermusik
Artikelnr. 95505
EAN: 5028421955056
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CD

Jules Mouquet (1867–1946) ist ein heute nahezu vergessener Komponist der französischen Spätromantik und des Impressionismus’. Um die Jahrhundertwende gewann er zahlreiche Kompositionspreise, darunter 1896 den renommierten Prix de Rome. Ab 1913 wirkte Mouquet als Professor für Harmonielehre am Pariser Konservatorium und konzentrierte sich, mit wenigen Ausnahmen, auf seine Lehrtätigkeit. Mouquets suggestive, malerische, oft modale Klangsprache ist von der Musik des frühen Claude Debussy beeinflusst. Sara Ligas und Luca Nurchis haben mit ihrem Album-Debüt mit der Flötenmusik von Sigfrid Karg-Elert auf sich aufmerksam gemacht.

Pietro Paolo Raimondo: The Raimondo Manuscript — Libro de Sonate diverse
Domenico Cerasani
Epoche: Renaissance | Lautenmusik
Artikelnr. 95580
EAN: 5028421955803
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CD

Pietro Paolo Raimondo war ein Adeliger, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts am Comer See lebte. Das nach ihm benannte „Raimondo Manuscript“ fasst 69 Toccaten, Gagliarden, Ricercari, Fantasien, Fugen usw. für Laute zusammen. Die Sammlung enthält Kompositionen von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Francesco da Milano, Vincenzo Pinti, Lorenzo Tracetti u.a. Raimondo selbst muss ein versierter Amateurmusiker gewesen sein, der dieses Manuskript für eigene Zwecke zusammenstellte. Der Lautenist Domenico Cerasini hat eine persönliche, nichtsdestoweniger repräsentative Auswahl an Werken aus dem Manuskript aufgenommen.

Esaias Reusner: Erfreuliche Lauten-Lust
William Waters
Epoche: Frühbarock | Lautenmusik
Artikelnr. 95242
EAN: 5028421952420
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CD

Der in Schlesien geborene Komponist Esaias Reusner (der Jüngere, 1636–1679) galt als einer der besten Lautenvirtuosen seiner Zeit. Er wirkte an den Höfen von Breslau, Wien, Leipzig und Berlin. Reusner war einer der ersten deutschen Komponisten, der Werke für die französische 11-chörige Laute schrieb. Reusner führte den französischen „Style brisé“ in die deutsche Lautenmusik ein, bei dem die Töne eines Akkords einzeln, nacheinander gespielt werden. Der Solist des Albums William Waters begann seine Karriere als Gitarrist: Er gewann 1981 den 1. Preis beim Concurs Internacional Andrés Segovia in Palma de Mallorca, spezialisierte sich aber bald danach auf die Laute.

Various Composers: Easy Studies for Guitar, Volume 2 – Cavallone · Dodgson · Patachich · Ponce · Tansman
Cristiano Porqueddu
Epoche: 20. Jahrhundert | Gitarrenmusik
Artikelnr. 95557
EAN: 5028421955575
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CD

Die Reihe „Easy Studies for Guitar“ fasst Gitarrenwerke zusammen, die in der Tradition der „Etudes“ didaktische Ansätze mit künstlerisch wertvollen Kompositionen verbinden. Der zweite Teil der Reihe enthält Werke des Polen Alexandre Tansman, des Briten Stephen Dodgson, des Italieners Franco Cavallone, des Ungarn Iván Patachich und des Mexikaners Manuel María Ponce. Cristiano Porqueddu ist ein kompromissloser Anwalt der modernen Gitarrenmusik des 20. und 21. Jahrhunderts, abseits der ausgetretenen Pfade. Porqueddus vorige Alben wurden von der Fachpresse für die technische Brillanz und ihre musikalische Kompetenz hochgelobt.

Various Composers: English Music for Oboe and Piano – Rubbra · Bowen · Britten · Howells
Marika Lombardi, Oboe
Nathalie Dang, Klavier
Epoche: 20. Jahrhundert | Kammermusik
Artikelnr. 95435
EAN: 5028421954356
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CD

Das Album fasst Kammerwerke von vier der bedeutendsten britischen Komponisten des 20. Jahrhunderts – Edmund Rubbra, York Bowen, Benjamin Britten und Herbert Howells – für Oboe und Klavier zusammen. Die britische Musik des frühen 20. Jahrhunderts hatte oft einen stark suggestiven Charakter, der die Natur wehmütig idealisierte: eine ideale Ausgangssituation für die Oboe mit ihrem natürlichen und gleichzeitig melancholischen Klang. Die Oboistin Marika Lombardi hat unter Pierre Pierlot, Maurice Bourgue, Hansjörg Schellenberger und Sergiu Celibidache studiert und diverse erste Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen.

Various Artists – Requiem: Ockeghem · Purcell · Mozart · Cherubini · Schumann · Berlioz · Verdi · Dvořák · Fauré · Duruflé

Musik war schon seit jeher ein wichtiger Bestandteil im Totenkult der Menschen, sei es, um das Gefühl des Verlustes adäquat auszudrücken, sei es, um dem Begräbnisritual einen formalen Rahmen zu geben, der Raum für Trauer, Erinnerung und Abschied schafft. Bereits in der frühen christlichen Musik wurden entsprechende Bibeltexte zu Traueranlässen gesungen. Später kristallisierten sich drei Hauptvarianten der geistlichen Trauermusik heraus: Vertonungen des „Stabat Mater“, einem mittelalterlichen Gedicht, das den Schmerz der Mutter Jesu um den Gekreuzigten besingt, alttestamentarische „Klagelieder Jeremias“, die die Zerstörung Jerusalems und des Tempels von 586 v. Chr. beklagen und die in der Karwoche eine bedeutende Rolle spielen und die „Missa pro defunctis“. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert rückte diese bald „Requiem“ genannte Totenmesse ins Zentrum des Interesses der Komponisten. Das Requiem folgt in der Regel in Text und Sequenz der Liturgie eines (katholischen) Sterbeamtes: Requiem aeternam, Kyrie, Dies irae, Domine Jesu Christe, Sanctus et Benedictus, Agnus Dei, Lux aeterna. Während die Vertonungen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine tatsächliche oder zumindest ideelle Messe in einer Kirche zum Anlass hatten, entwickelte sich das Requiem gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur eigenen Kunstform, die nicht mehr für den kleinen Rahmen einer Messe in einer Kirche, sondern für die Aufführung in einem Konzertsaal konzipiert wurde.
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Alexander Ivashkin & Andrew Zolinsky – Benjamin Britten: Complete Music for Solo Cello and Cello & Piano

Alexander Ivashkin, 1990 - Foto: Dmitrismirnov (eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://bit.ly/CCBYSA)]Am vergangenen Freitag (dem 31. Januar 2014) verstarb der russische Cellist Alexander Ivashkin in London an den Folgen seiner Krebserkrankung. Er wurde 65 Jahre alt. Ivashkin – einer der stillen Stars der Klassikwelt – gehörte zu den besten Cellisten seiner Generation und war auch als Dirigent, Festival-Leiter, Buchautor und Pädagoge erfolgreich tätig.

Zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten hat er uraufgeführt (etwa von Alfred Schnittke). Er hat eng mit hochkarätigen Komponisten wie John Cage, Krzysztof Penderecki, Sofia Gubaidulina, Arvo Pärt, Rodion Shchedrin, James MacMillan, Gabriel Prokofiev u. v. .m. zusammengearbeitet. Er galt als einer der wichtigsten Interpreten der russischen Musik des 20. Jahrhunderts, seine Aufnahme der Cellokonzerte Shostakovichs gehört zu den besten im Katalog (sie wurde erst kürzlich bei Brilliant Classics wiederveröffentlicht), dasselbe gilt für seine Prokofiev- und Schnittke-Aufnahmen. Seine zahlreichen CDs erschienen bei namhaften Plattenfirmen wie BMG, Chandos und Naxos. Eine seiner letzten Aufnahmen, eine Doppel-CD mit Brittens Musik für Solo-Cello und Cello mit Klavier, erschien erst vor einigen Wochen als Originalproduktion bei Brilliant Classics
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Brilliant Classics: Neuheiten im Dezember 2013

Brilliant Classics LogoJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Wie jedes Mal stellen ich an dieser Stelle alle kommenden Neuheiten im Brilliant-Classics-Programm kurz vor. Sämtliche in diesem Artikel vorgestellten Titel kommen am 13. Dezember 2013 in den Handel.

Einen Teil der hier vorgestellten Titel werde ich dann im Laufe der folgenden Wochen noch genauer unter die Lupe nehmen.
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Audio-Tipp: Britten: Les Illuminations · Serenade for tenor, horn and strings mit Peter Schreier und Herbert Kegel

Publicity photograph of British composer Benjamin Britten, 1968 (PD)Heute, am 22. November 2013, jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag des englischen Komponisten Benjamin Britten (1913-1976). Rechtzeitig zum Jahrestag hat Brilliant Classics fantastische Aufnahmen zweier früher Lieder-Zyklen Brittens wiederveröffentlicht, die Herbert Kegel gemeinsam mit dem Radio-Sinfonieorchester Leipzig und dem Tenor Peter Schreier 1967 für das damalige Staatslabel Eterna aufgenommen haben.

Sie rufen in Erinnerung, auf welch hohem Niveau man sich mit Brittens universell verständlicher Musik nicht nur in seiner Heimat, sondern auch außerhalb der englischsprachigen Welt auseinandergesetzt hat. Peter Schreiers leichte, bewegliche Stimme passt ideal zu Brittens emotional aufgeladenen Gedicht-Vertonungen.
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Brilliant Classics: Neuheiten im November 2013 – Teil 1

Brilliant Classics LogoJeden Monat erscheinen bei Brilliant Classics hochkarätige Neuproduktionen, interessante Wiederveröffentlichungen, Lizenzaufnahmen und enzyklopädische Sammler-Editionen. Wie jedes Mal stellen ich an dieser Stelle alle kommenden Neuheiten im Brilliant-Classics-Programm kurz vor. Sämtliche in diesem Artikel vorgestellten Titel kommen am 1. November 2013 in den Handel.

Einen Teil der hier vorgestellten Titel werde ich dann im Laufe der folgenden Wochen noch genauer unter die Lupe nehmen.
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